Ein Blick hinter die Kulissen: Die Exponate ziehen ein

Mit dem Glassauger wird die Vitrine geöffnet. (Foto: Haus der Geschichte)
Vorbereitungen. (Foto: Haus der Geschichte)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ende Januar 2017: Der Aufbau der Ausstellung „Überlebens-geschichten“ im Haus der Geschichte begann und zwar zunächst mit dem Ausräumen des bisherigen Baden-Württemberg-ABCs. Mit einem Glassauger, einem Kran mit vier Saugnäpfen, wurden die schweren Glashauben der Vitrinen angehoben und anschließend vorsichtig die bisherigen ABC-Objekte herausgeholt.

Schon seit mehreren Wochen hatten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Abteilungen Sammlung und Medientechnik Tonaufnahmen und Bilder bearbeitet, Sockel und Halterungen gestaltet und überlegt wie die Objekte präsentiert werden sollen. Eine knifflige Aufgabe bei einem breiten Rollstuhl, einem zwei Meter langen Transparent und einer klitzekleinen SIM-Karte. Für ein Objekt, das somalische Kleid in Vitrine D, wurde gleich eine neue, höhere Glashaube benötigt, um es in voller Länge zeigen zu können.

Allerlei Gerätschaften waren für den Aufbau notwendig: vom Maßstab über den Fensterwischer bis zum Zahnarzt-Messer. Der Aufbau fand während der Schließzeiten statt, und es wurde an allen Ecken und Enden parallel gearbeitet. Während das Sammlungsteam die Sockel vorbereitete, öffneten die Handwerker bereits die nächsten Vitrinen, das Reinigungspersonal sorgte für streifenfreien Glanz und die Techniker kümmerten sich um das Licht, den Ton und die Bilder.

Nach und nach wurden die wertvollen Exponate vorsichtig mit weißen Handschuhen aus ihren Kartons geholt und auf durchsichtige Sockel gestellt, in Gläser gefüllt oder mit Hilfe von Figurinen in Form gebracht und auf Ständern aufgehängt.

Das somalische Kleid für die Vitrine D – Dhar. (Foto: Haus der Geschichte)
Der Fußballpokal für die Vitrine W – Wohnen wird auf einem Sockel befestigt. (Foto: Haus der Geschichte)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es wurde genau abgemessen, wo der Fußballpokal in der Vitrine W und das Gemälde in Vitrine U stehen sollen, der Chador mehrfach gefaltet bis er perfekt lag, die Figurine mit Polstern versehen, damit das Kleid in Vitrine D gut sitzt und der Imkerhut in Vitrine V so gehängt, dass die Besucherin sich vorstellen kann, wie man ihn trägt und nutzt. Zuletzt rückte dann wieder der Glassauger an, um die fertige Vitrine zu schließen. Welche Geschichten die Objekte in den neu gestalteten Vitrinen erzählen, können die Besucher bei der Eröffnung der Ausstellungsintervention am 19. Februar um 14 Uhr herausfinden!

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