Projektbeteiligte der Ausstellung Überlebensgeschichten von A Bis Z berichten: „Wo stehe ich heute?“

Mit dem Museumsgespräch „Wo stehe ich heute?“ startete am 8. April 2018 das Begleitprogramm zur zweiten Ausstellungphase von  Überlebensgeschichten von A Bis Z – Dinge von Geflüchteten. Die Projektbeteiligten Ali Sahil Shawket, Arnaud Sadio, Rex Osa und Rauaa Albakhit berichteten über ihre aktuelle Situation und was sich für sie seit der Ausstellungseröffnung im Februar 2017 verändert hat.

Rauaa Albakhit im Gespräch vor ihrer Vitrine Q wie Qualifikation. (Foto: Werner Kuhnle)

Seit Februar 2017 erzählen in der Vitrine Q wie Qualifikation der fehlerfreie Sprachtest von Rauaa Albakhit und die Lieblingsbücher ihrer Kinder davon, wie wichtig das Erlernen der neuen Sprache für die junge Frau ist.

Die Vitrinie Q wie Qualifikation von Rauaa Albakhit mit Sprachtest und Kinderbüchern. (Foto: Werner Kuhnle)

Auch heute noch spielt das Deutschlernen eine große Rolle für sie, berichtet Rauaa Albakhit:

Mein Name ist Rauaa Albakhit und ich komme aus Homs in Syrien. Mit meiner Familie bin ich vor 4 Jahren nach Deutschland gekommen.

Für mich ist Deutschlernen immer noch wichtig! Ich habe im Juli 2016 den B1 Kurs* abgeschlossen, danach habe ich zwei Monate einen Computerkurs bei der AWO (Arbeiterwohlfahrt) besucht. 2017 habe ich einen Online-Kurs bei der Stadtbibliothek gemacht und habe gelernt wie man einen Lebenslauf und eine Bewerbung schreiben kann. Seit 3 Monaten mache ich privat den B2 Kurs und möchte eine externe Prüfung machen. Ich lerne Deutsch und umgekehrt kann ich auch meine Sprache weitergeben. Ich gebe meiner deutschen Freundin einmal pro Woche Arabisch-Unterricht. Es ist auch schön, wenn sich jemand für Arabisch interessiert.

Meine Kinder haben mit der Sprache ein gutes Gefühl. Sie sind nicht mehr in Vorbereitungsklassen (Sprachförderung), sondern in normalen Klassen! Die beiden großen Kinder haben die Empfehlung zur Realschule und ich habe sie bei der Gemeinschaftsschule angemeldet.

Wir haben auch Schwierigkeiten: Mein Mann ist Polsterer und Tischler. Es fällt ihm schwer theoretisch zu lernen. Er würde arbeiten, aber es ist schwer. Er findet keinen Job, obwohl er die Erfahrung hat. Das belastet die ganze Familie. Ich wollte eine Ausbildung machen, aber ich muss erst das B2-C1 Niveau erreichen. Ich habe Angst vor der Berufsschule, ob ich alles verstehen werde.

Die Leute fragen mich immer: „Wie kommst Du ins Museum?“ Ich war im Frauencafé als die Mitarbeiterinnen des Museums zu uns gekommen sind und die Idee der Ausstellung erklärt haben. Es hat mir gefallen an der Ausstellung teilzunehmen. Die Führungen durch die Ausstellung „Überlebensgeschichten von A bis Z“ sind ein tolles Angebot und eine neue Erfahrung für mich, weil ich mehr Kontakt bekomme. Auch finde ich es schön, wenn jemand unsere Geschichte hören will.

Was denke ich über Baden-Württemberg? In Baden-Württemberg bin ich nicht mehr fremd. Wir leben miteinander, Deutsche und Flüchtlinge. Ich habe jetzt viel Kontakt und viele Freunde.

Vielen Dank an die Mitarbeiterinnen des Museums. Es hat mich sehr gefreut, als ich gehört habe, dass die Ausstellung bis 2019 verlängert wird. Ich freu mich, wenn noch viele Menschen die Ausstellung besuchen.

* B1 bezeichnet die Niveaustufe des Deutschkurses. Niveaustufen des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen: A1 für Anfänger bis C2 für das höchste sprachliche Niveau.

 

Von Chador zu Chiffre: Neue Exponate zur Verlängerung der Ausstellung „Überlebensgeschichten von A bis Z“

Das Ausstellungsprojekt „Überlebensgeschichten von A bis Z – Dinge von Geflüchteten“ wird aufgrund des großen Interesses der Besucherinnen und Besucher bis zum 24. Februar 2019 verlängert. Besonders Schulklassen und Freiwilligendienstleistende kommen gezielt zu Führungen und Gesprächen mit geflüchteten Projektbeteiligten und tauschen sich mit ihnen aus.

In das zweite Jahr startet das Ausstellungsprojekt mit zwei neuen Objekten. Seit der Ausstellungseröffnung im Februar 2017 waren in der Vitrine C wie Chador das Gebetstuch und die Perlenkette einer Iranerin zu sehen, die sie auf der Flucht begleitet hatten. Die wertvollen Erinnerungsstücke an ihre Schwiegermutter und Mutter kehren nach einem Jahr zu ihrer Besitzerin zurück.

In der Vitrine sind seit März 2018 zwei neue Exponate zusehen: ein Geldbeutel und eine 100-Rupien-Banknote. Der Buchstabe C steht nun für Chiffre.

Die neuen Exponate kommen ins Museum. Bisher wurden sie sicher in der Sammlung des Museums aufbewahrt. (Foto: Haus der Geschichte Baden-Württemberg)

Die neuen Exponate gehören Arif Ullah aus Pakistan und sind Erinnerungen an ein vergangenes Leben, an die wertvollen Momente, die er in seinen Hosentaschen nach Europa brachte. Mit viel mehr kam Arif Ullah nicht in Baden-Württemberg an. Seine Flucht dauerte drei Monate. Auf der Überfahrt nach Griechenland drohte das überfüllte Boot unterzugehen, die Menschen mussten all ihre Sachen über Bord werfen. Nur was er am Körper trug, konnte Arif Ullah retten.

Nach dem Exponattausch wird die Vitrine C wieder geschlossen. (Foto: Haus der Geschichte Baden-Württemberg)

Zum Auftakt der Verlängerung von „Überlebensgeschichten von A bis Z“ berichten Projektbeteiligte am 8. April 2018 im Haus der Geschichte über ihre aktuelle Situation. Was hat sich geändert? Würden sie heute andere Dinge in den Vitrinen ausstellen und neue Geschichten erzählen?

Wir laden alle Interessierten herzlich zum Talk mit Objekten am 8. April 2018 um 14.30 Uhr ins Haus der Geschichte Baden-Württemberg ein.

Hobbyimker im Schwarzwald

Brutwabe, Trachttanz und Smoker: Für Adel Shwehne sind das keine Fremdwörter. Der junge Mann aus Syrien ist zertifizierter Freizeitimker im kleinen Ort Loßburg im Schwarzwald. Neben seiner Ausbildung zum Werkzeugmechaniker kümmert er sich um mehrere Bienenvölker. Der Kontakt zu den Bienen und der Imkerei entstand durch Eduard Stückle, der als ehrenamtlicher Deutschlehrer Adel Shwehne beim Erlernen der neuen Sprache unterstützte. Seit dem ersten Besuch bei den Bienen ist Adel Shwehne begeistert von der Imkerei und Eduard Stückle freut sich über die Begeisterung und die Hilfe. Seitdem der erfahrene Hobbyimker zwei seiner Bienenvölker in die Obhut des jungen Syrers übergab, kümmern sich die beiden gemeinsam um die Imkerei und verkaufen den Honig an Bekannte und Nachbarn.

Adel Shwehne und Eduard Stückle haben im Rahmen der Ausstellungsintervention eine Vitrine zusammen gestaltet. Ein Imkerhut und eine Rauchpfeife erzählen von ihrem gemeinsamen Hobby.

Adel Shwehne bei der Herstellung von Mittelwänden. Diese dienen den Bienen als Grundlage für den Wabenbau.
Adel Shwehne im Imkerschutzanzug.
Der Imkeranzug schützt vor Bienenstichen.
Eduard Stückle beim so genannten Abdeckeln. Hierbei wird die Wachsschicht, mit welcher die Bienen die Waben verschlossen haben, entfernt. Unter der Schicht befindet sich der Honig.
Der Hobbyimker Adel Shwehne mit der Honigernte.

 

Die kleine Eule und ein Frosch namens Boris

Deutsch-arabischer Vorlesevormittag am 12. Oktober 2017

Der Frosch Boris (aus: Der wunderbarste Platz auf der Welt)

Warum weint die kleine Eule, wo ist der Lieblingsort von Frosch Boris und wie kann man eigentlich einen Storch verjagen? Beim deutsch-arabischen Vorlesevormittag im Haus der Geschichte konnten die jungen Besucherinnen und Besucher genau das herausfinden. Sophie Reinlaßöder und Rauaa Al-Bakhit lasen gemeinsam auf Deutsch und Arabisch die Geschichte vom Frosch Boris, der vor dem Storch von Teich zu Teich flieht und sich schließlich als Ente verkleidet, um akzeptiert zu werden. Die zweite Geschichte handelte von der kleinen Heule Eule, die sich von keinem der Waldtiere beruhigen lassen will und erst wieder lachen kann, als sie bei der Eulenmutter ist.

Die kleine Heule Eule

Im Galerieraum wurden die Bilder aus den beiden Büchern an die Wand projiziert. Die Kinder saßen  gespannt auf den Decken und Sitzkissen und lauschten dem Vorlesen. In den Geschichten gab es viele neue arabische und deutsche Wörter zu entdecken. Die neuen Begriffe wurden von den beiden Vorleserinnen erklärt und mit den Kindern geübt. Zum Schluss erzählten viele Kindern noch von ihren Lieblingsbüchern und Lieblingstieren.

Die Kinder lauschen gespannt den Geschichten (Foto: Haus der Geschichte)
Sophie Reinlaßöder und Rauaa Al-Bakhit beim Vorlesen (Foto: Haus der Geschichte)

 

Folgende Bücher wurden vorgelesen:

Der wunderbarste Platz auf der Welt von Jens Rassmus und Dar Al-Muna, Berlin/Tübingen 2016.

Heule Eule von Paul Friester und Philippe Goossens, Zürich 2004.

 

Praktikum in der Öffentlichkeitsarbeit im Museum

Shawket Ali Sahil neben seiner Vitrine

2016 habe ich an der Ausstellungsintervention „Überlebensgeschichten von A bis Z. Dinge von Geflüchteten“ teilgenommen. So habe ich das Museum kennen gelernt. Besonders interessiert hat mich die Arbeit im Pressebereich.

Von 26.06 bis 21.07.2017 habe ich im Haus der Geschichte Baden-Württemberg ein Praktikum in den Abteilungen Presse und Öffentlichkeitsarbeit und Museumspädagogik gemacht. Da habe ich mit sehr netten Kolleginnen und Kollegen zusammen gearbeitet. Am ersten Tag habe ich mit Frau Reinlaßöder eine Vorstellungsrunde gemacht und dabei alle Kolleginnen und Kollegen kennengelernt. Danach habe ich mit der Arbeit angefangen.

Das war für mich ein bisschen anstrengend. Aber Herr Schaller und Frau Meißner haben mir geholfen. In dieser Zeit habe ich Flyer korrigiert und ausgeteilt, sowie Online-Kalender bearbeitet. Außerdem habe ich Pressemitteilungen geschrieben.

Für den Arbeitsbereich Bildung und Vermittlung habe ich eine Ideensammlung zu Themenführungen erarbeitet und mich dabei besonders mit dem Museum der Gegenwart beschäftigt.

Das ist für mich sehr gut: Ich habe viel über die deutsche Geschichte erfahren und dabei auch viele neue deutsche Wörter gelernt. In dieser Zeit habe ich auch viele neue Erfahrungen gesammelt. Diese Erfahrungen helfen mir in der Zukunft.

Shawket Ali Sahil, Journalist und Physiklehrer an einer High-School für Mädchen und Jungen in Afghanistan.

Das Leben der Frauen in Afghanistan ist voller Gewalt

Wegen Turbulenzen in den letzten drei Jahrzehnten sind die Frauenrechte immer in einem ernsten Zustand. Unter verschiedenen Herrschern, darunter den Mudschaheddin und den Taliban, gibt es immer Gewalt gegen Frauen. Frauen versuchen in einer männlich dominierten Gesellschaft mit einem hohen Maß an Gewalt gegen Frauen Rechte in Afghanistan zu bekommen. Ich möchte die afghanische Realität schildern. In Afghanistan leben die Frauen in einem Umfeld in dem die Verletzung und Missachtung ihre Rechte ganz alltäglich ist. In der Verfassung der Islamischen Republik Afghanistan steht, dass Männer und Frauen die gleichen Rechte haben. Das ist aber leider nur auf dem Papier so. Das wird oft nicht praktiziert. Zusätzlich zu all den oben genannten Nachteilen für die erwachsenen Frauen passiert es, dass sie von mächtigen und reichen Menschen oder auch Imamen (Vorbeter in der Moschee) vergewaltigt werden. Danach werden sie weggejagt oder gezwungen diese Leute zu heiraten. Oder sie werden für die erfahrene Vergewaltigung von den Taliban verantwortlich gemacht und zu Tode gesteinigt. Diese Einstellung ist absolut unmenschlich. Frauen dürfen nicht allein reisen. Shokria Tabassum, neun Jahre alt, war mit zwei älteren Frauen unterwegs. In Zabul haben die Taliban ihnen die Köpfe abgeschnitten. Und Verbunde, ein junges Mädchen aus Kabul, wurde wegen des Vorwurfs, sie hätte den Koran beleidigt, von einem Mob getötet. Aber es war nicht richtig, sondern sie hat zu einem Mann gesagt, dass er ein Zauberer sei. Aber die Regierung und Polizei in Kabul zeigte keine Reaktion. Nach dem Tod wurde der Körper des Mädchens verbrannt. Viele andere erleiden Verletzungen, wie das Sprühen von Säure auf ihr Gesicht oder das Abschneiden von Ohren oder Nase. Es gibt so viel Gewalt! Und dazu kommt noch, dass junge Mädchen im Alter zwischen 13 bis 16 Jahren von mächtigen Menschen z. B. von Beamten oder auch Imamen vergewaltigt werden. Aber leider zeigt die Regierung keine Reaktion und unternimmt nichts gegen diesen Unrecht. Missbrauch gibt es auch an Hochschulen und in Regierungsbüros und auch auf den Straßen, wenn Mädchen alleine unterwegs sind und sexuell belästigt werden.

Was sind die Ursachen der Gewalt?

Erhebliches Gewicht haben folgende Faktoren: Analphabetismus, mangelnde Sicherheit, Sucht, Kultur der Straflosigkeit, Korruption, Mangel an Vertrauen in den Institutionen der Gerechtigkeit und schlechte Traditionen in Afghanistan und religiöser Zwang.

 Shawket Ali Sahil: Journalist und Physiklehrer an einer Highschool (Gymnasium) für Mädchen und Jungen in Afghanistan. 2016 hat er an der Ausstellungsintervention „Überlebensgeschichte von A bis Z. Dinge von Geflüchteten“ teilgenommen. „Mit meinem Text möchte ich meine Eindrücke bezüglich der Situation für Frauen in Afghanistan schildern“.

زندگی زنان در افغانستان پر از خشونت است  

زندگی زنان در افغانستان (خشونت علیه زنان :حقوق زنان در افغانستان به علت آشفتگی های زیاد که در سه دهه گذشته در افغانستان حاکم است، همیشه در حالت وخیم بوده است از طریق حاکمان مختلف ااز جمله مجاهدین وطالبا، زنان تلاش کردن برای بدست آوردن آزادی واصلاح یک جامعه مرد سالاری نمودند حتی امروز میزان خشونت علیه زنان در افغانستان بسیار بالااست. این جانیب لازیم دانستم تا منحیث یک فرد افغان واقعیت ها را به گوش جهانیان بیرسانم، خواهران محترمه وبرادرن محترم ،زنان افغانستان در محیط زندگی میکند که از تحصیل باز مانده حقوق شان کاملا پاافتاده است در قانون اساسی جمهوری اسلامی افغانستان آمده است که زن ومرد دارایی حقوق مساوی میباشد اما متاسفانه تا به حال فقط بروی گاغذ بوده هیچگاه عملی نشده است. علاوه بر اینکه  همه مشکلات  بالای این قشر جامعه فشار آورده است ،زنان از طرف افراد زورمند ومولا ها تجاوز جنسی شده یا بشکل زور به ازدواج چنین افراد در میاید ویا به بهانه های گوناگون ازسوی   طالبان سنگسار میشود کی این عمل ورفتار کاملا غیر انسانی میباشد شکریه تبسم دختر ۹ساله در سال ۱۳۹۴ از طرف گروه بنام طالبان در ولایت زابل گردن بوریده شد. فرخنده دختر جوان دیگر در کابل از سوی افراد به شهادت رسید از طرف یک تایس نویس به بهانه اینکه این دختر به قرآن توهین کرده اما متاسفانه پولیس کابل هیچ همکاری نکرده بلکه پولیس با مردم همکاری کرده بعد جست این این دختر جوان را به آتش میکشد آیا تا این اندازه خشونت علیه زنان؟  مشکلات دیگری که دامنگیر حقوق زن است دختران کوچک بین سن های ۱۳ الی ۱۶ توسط افراد زورمند ، پولدار،  افراد کی در رس دولت ،قشر بنام مولا هم به تجاوز جنسی وادار میشود اما متاسفانه از طرف دولت افغانستان هیچگونه واکنش نیشان داده نشوده است. واگر درسطح دانشگاه های افغانستان نظر هم زنان دختران محصیل دارای مشکلات فراوان میباشد از طرف استادان بهانه های مختلف تحقیر شده یا در خواستی خوابی شده. ویا هم در اورگان های دولتی افغانستان همواره این قشری جامعه مورد آزار و اذیت قرار میگرد در بخش را پیدا کردن در اورگان های دولتی هم برای این قشری سخت است چون همیشه از طرف آنهایی که در پایه های بلندی دولتی در خواست به به انجام دادن یک کاری  دور از انسانیت میشود اما متاسفانه هیچگونه تغییری مثبت بجود نیامده. مشکلات دیگری دامنگیر این قشر از جامعه است مشکلات در داخل شهر از طرف رانده های تاکسی موردی آزار و اذیت قرار میگرد.

دلایل خشونت علیه زنان در افغانستان چیست: بیسوادی، نبود امنیت، اعتیاد، فرهنگ معافیت از مجازات، فساد اداری، بی اعتمادی به نهادهای عدلی و قضایی ونسنت های ناپسند در افغانستان.

 شوکت علی  ساحل: ژرنالیزم و استاد فیزیک دریکی از لیسه های های دختران و پسران در افغانستان بودم. درسالی ۲۰۱۶ در موزیم تاریخچه بادن ورتمبرگ در یک برنامه نمایشگاهی  رابطه با تاریخ زندگی از حرف الف الی حرف یا . در رابطه مهاجرین  اشتراک کرده بودم. „با این متن خود میخواهم برداشت خود رابطه به شرایط در افغانستان بیان نمایم“.

Weltflüchtlingstag im Haus der Geschichte

Am 20. Juni 2017 veranstaltet das Museum gemeinsam mit den geflüchteten Projektbeteiligten einen Thementag zum Internationalen Tag des Flüchtlings. Es werden Workshops für Schulklassen, Führungen und Gespräche in der Ausstellung, Vorträge zu Asylrecht und Flucht, ein Podiumsgespräch sowie ein Konzert von iranischen und syrischen Musiker*innen angeboten.

 

Das genaue Programm findet sich hier:  Weltflüchtlingstag_Programm

Kleider und Tradition in Somalia

Samiira Abdi Ibrahim präsentierte am Sonntag, 14. Mai im Haus der Geschichte modeinteressierten Frauen traditionelle Kleidung aus ihrer Heimat Somalia. Als erstes zeigte Samiira Abdi Ibrahim sich in einem aufwendig gewickelten Kleid aus Baumwolle. Die Farben Rot, Gelb und Orange wie das Muster sind bei diesem Kleid, das zur Hochzeit getragen wird, fest vorgegeben und variieren von Kleid zu Kleid nur leicht. Dazu gehört ein handgemachtes Gefäß aus Holz, in dem Kamelmilch bei der Hochzeit aufbewahrt und den Gästen gereicht wird.

Traditionelles somalisches Hochzeitskleid. (Foto: Haus der Geschichte)

Das zweite Ensemble, welches zu festlichen Anlässen getragen wird, besteht aus drei Teilen: einem mit Perlen reich verzierten Unterrock aus Seide, dem gorgorad, dem darüber getragenen dirac, einem gemusterten, leicht durchsichtigen Oberteil mit quadratischem Schnitt, und dem garbasaar, einem großen, reich verzierten Kopftuch. Der bodenlange dirac wird ein Stück in den Unterrock gesteckt, um ihn etwas zu raffen.

Festlicher dirac. (Foto: Haus der Geschichte)

Zuletzt zeigte Samiira Abdi Ibrahiim ein weit geschnittenes, orange-gelbes Kleid, das somalische Frauen im Alltag tragen. Kleider in kräftigen Farben und bunten Mustern und Prints, teils mit Pailletten, Perlen und glitzernden Fäden verziert sind bei somalischen Frauen sehr beliebt.

Samiira Abdi Ibrahim in einem somalischen Alltagskleid. (Foto: Haus der Geschichte)

Samiira Abdi Ibrahim stellte die Kleider vor, erzählte von den Anlässen zu denen man diese tragen kann, von somalischen Hochzeitsbräuchen wie dem Schmücken der Arme und Hände mit Henna und von der Lebensweise von somalischen Frauen in Somalia sowie Deutschland. Abschließend berichtete die junge Frau von ihrer gefährlichen Flucht über das Mittelmeer. Die Vitrine D wie Dhar (auf Somali: Kleidung) zeigt das Kleid, das Samiira Abdi Ibrahim auf dem Weg nach Baden-Württemberg getragen hat.

Besucherinnen der Modenschau. (Foto: Haus der Geschichte)

Die Besucherinnen der Modenschau waren sehr interessiert und stellten zahlreiche Fragen zur Mode und Tradition in Somalia. Unterstützt wurde Samiira Abdi Ibrahim von Naima Qasim als Übersetzerin und ebenfalls aus Somalia stammenden Freundinnen, die ihr beim Anziehen der Kleider halfen. Im Anschluss drapierten diese die Kleider auf Figurinen, sodass die Besucherinnen die farbenfrohen Stoffe, funkelnden Perlen und schwierigen Wickeltechniken aus der Nähe bewundern konnten.

Samiira Abdi Ibrahim und ihre Übersetzerin Naima Qasim (Foto: Haus der Geschichte)

When Surviving Bonds and Bridges

A text from Zeina Elcheikh

„Museum objects already often hold the potential for telling new memory stories, and especially for making connections between continents and between times, thus allowing for objects to be re-presented into new, perhaps more connective, displays.“

Sharon Macdonald*

Political instability and armed conflicts have ravaged several countries, creating a tragic picture of trauma and hopelessness. These turbulent situations have also been accompanied by a flood of people seeking a safe haven, peace and dreams, out of and far away from their home(s). The flow of refugees and asylum seekers, that has struck Europe in general and Germany in particular, has not only stormed the political scenery with debates of pro and contra. It has also reached the social and cultural landscape, generating a complex and, sometimes, polarized questions of rights and belonging.

Today, the wave of newcomers in Baden-Württemberg is adding a new chapter to the state’s modern history. They are telling diasporic stories of survival. These narratives are gathered to produce a voice for refugees and asylum seekers, through the exhibition „Überlebensgeschichten von A bis Z“ in Haus der Geschichte Baden-Württemberg. A display that goes beyond the conventional dominion of museum collections.

Why looking at a used pair of shoes? What is interesting in a mobile prepaid SIM card? What is so special about a secondary school certificate? 26 objects with 26 unusual stories are being showcased. Despite the different origins and backgrounds, the exhibited objects share two aspects. First, the foreignness of the objects originating from the old Heimat to their new context. Second, the location of the new meaning(s) of „being here“. Both are creating a floating realm of „placelessness“, where a lot is taking place. Home and memory are trying to settle down. Connections and links are seeking to intensify and extend.

The participatory exhibition „Überlebensgeschichten von A bis Z“ and its accompanying tours curated by the „survivors“ themselves generate a new channel of communication: a sort of discourse expanding through time and space. A dialogue with two facets: bonding the several groups of newcomers together, and bridging them with the new milieu.

Refugees and asylum seekers share the same experience of escaping death and hopelessness. This drastic experience strongly bonds them together, beyond any arguments of color, ethnicity, belief or political view. On the other hand, and despite the strangeness of language and culture, bridges are being built. The host community itself, knew what the smell of death and horror is like, and what surviving does mean. To ask again: Why looking at a used pair of shoes? What is interesting in a mobile prepaid SIM card? What is so special about a secondary school certificate? It is not about looking and hearing. It is about seeing and listening.

What will happen to the survivors and their objects? Only time could tell. Yet, there will still be stories to tell about people and objects, and how surviving can bond and bridge.

* Sharon Macdonald (2013), Memorylands: Heritage and Identity in Europe Today, Routledge.

Zeina Elcheikh is a PhD-student at Stuttgart University and works as a guide at the Haus der Geschichte Baden-Württemberg. She supported the exhibition project as a translator.

Arabisch-Workshop im Haus der Geschichte

Der Seminarraum war am Samstag, den 01. April 2017, voll mit Teilnehmer*innen, die alle neugierig auf die arabische Sprache waren.

Workshopteilnehmer*innen im Seminarraum im Haus der Geschichte (Foto: Haus der Geschichte Baden-Württemberg)
Die Workshopleiterin Siba Naddaf erläutert die Besonderheiten der arabischen Schrift (Foto: Haus der Geschichte Baden-Württemberg)

Über eineinhalb Stunden haben sie die arabische Sprache kennengelernt und von der Workshopleiterin Siba Naddaf gelernt wie sie ihren Namen auf Arabisch schreiben können. Der Workshop bestand aus zwei Teilen, nämlich aus Theorie und Praxis und gilt als besonders für deutsche Sprachlerner passgenaue Einführung ins Arabische. Unter den angesprochenen Themen wurde ein Vergleich zwischen der arabischen und der deutschen Sprachen auf mehreren Ebenen gezogen. Die Teilnehmer*innen haben die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen, sowohl dem arabischen und dem deutschen Alphabet, als auch der arabischen und der deutschen Grammatik erfahren. Großes Interesse hatten sie auch an bestimmten Inhalten des Workshops, wie beispielsweise an die aus dem Arabischen stammenden deutschen Wörtern, der Herkunft der Zahlen und dem Geheimnis hinter der Eignung der arabischen Schrift für die Kunst. Mithilfe von Erläuterungsblättern zur Schreibanweisung ist es den meisten Teilnehmern am Ende des Workshops gelungen ihre eigenen Namen auf Arabisch fehlerfrei zu schreiben. Bestätigt haben aber letztendlich alle Teilnehmer, dass sie viel Neues nicht nur über Arabisch, sondern tatsächlich auch über Deutsch gelernt haben!

لمحة عن ورشة العمل التعريفية باللغة العربية:

امتلأت قاعة الحلقات الدراسية يوم السبت الأول من نيسان/أبريل بما يفوق العشرين شخصاً جمعهم معاً فضولهم للتعرف على اللغة العربية. دامت الورشة تسعين دقيقة تعرف خلالها المشاركون والمشاركات على اللغة العربية عن قُرب و استطاعوا أخيراً كتابة أسمائهم بأنفسهم. يمكن اعتبار ورشة العمل بجزأيها النظري والعملي مقدمةً معدةً بشكلٍ خاصٍ لتلائم الراغبين بتعلم اللغة العربية من الألمان. حيث كان أحد المواضيع التي نُوقِشَت في ورشة العمل مقارنةً بين اللغتين بينت للمشاركين أوجه الاختلاف و الشبه بين اللغتين العربية و الألمانية على مستوى الأبجدية و النحو. على رأس الموضوعات التي أثارت اهتمام الحاضرين نذكر: الكلمات الألمانية ذات الأصل العربي، أصل الأرقام و السر الكامن وراء إمكانية تسخير الخط العربي لأغراض فنيةٍ جماليةٍاختُتِمَت ورشة العمل بتوزيع جداولَ توضيحيةٍ على جميع المشاركين والمشاركات كان من شأنها أن تُمكِّنهـم من كتابة أسمائهم بأنفسهم بشكلٍ صحيحٍ باللغة العربية. أجمع رواد ورشة العمل في نهاية المطاف أنهم قد تعلموا الشيء الكثير  ليس عن اللغة العربية فحسب بل وعن لغتهم الأم أيضاً